Archiv für den Monat: August 2013

Masterstudium

Ich habe mich dafür entschieden, nach meinem Dipl.-Ing. (FH) für Patentwesen noch einmal zu studieren und einen Master an einer Universität zu machen, um anschließend die “richtige” Patentanwaltsausbildung machen zu können. Für diejenigen, die auch mit diesem Gedanken spielen oder aus anderen Gründen noch einmal studieren wollen, habe ich hier eine Übersicht über meine Uni-Bewerbungen erstellt. Enjoy!

1. Einteilung nach Ablehnung, Zulassung mit/ohne Auflagen

Ablehnung:
Universität Siegen – Maschinenbau
Justus-Liebig-Universität Gießen – Materialwissenschaft
Universität Kassel – Maschinenbau
TU Hamburg-Harburg – Theoretischer Maschinenbau
Universität Rostock – Schiffs- und Meerestechnik
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg – Materialwisseschaft und Werkstofftechnik
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg – Maschinenbau

Zulassung mit Auflagen:
TU Dortmund – Maschinenbau
Universität Stuttgart – Maschinenbau
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg – Maschinenbau

Zulassung ohne Auflagen:
TU Braunschweig – Maschinenbau

Offen:
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg – Medizintechnik

2. Auflagen

In Dortmund sind die Auflagen enorm. Insgesamt soll ich 63 Leistungspunkte nachholen, von denen noch maximal 30 von den jeweilig zuständigen Dozenten anerkannt werden können. Daher habe ich mich von einem Studium in Dortmund verabschiedet.

Die Auflagen in Stuttgart bestanden in einem Auswahlgespräch im Rahmen des “Verfahrens zur Feststellung der fachlichen Eignung”. Ich habe auf dieses Gespräch verzichtet.

In Erlangen (Maschinenbau) müssen 20 Leistungspunkte (ECTS) nachgeholt werden. Davon eine konstruktive Projektarbeit. Das ist durchaus machbar.

3. Verfahren

Fast alle Unis haben heutzutage ein Online-Bewerbungsportal, durch das man sich bewerben muss. Hier gibt es positive Beispiele (Erlangen), die auch einen Upload von Dateien wie Lebenslauf oder Zeugnissen ermöglichen. Negative Beispiele (Braunschweig) teilen einem mit, dass ein Bescheid zugestellt wird, sagen aber nichts über dessen Inhalt aus (Zulassung oder Ablehnung?); da brauche ich auch kein Online-Portal.

Richtet euch darauf ein, dass ihr die Hochschulzugangsberechtigung (Abitur etc.) sowie Diplomurkunde und Diplomzeugnis für die meisten Bewerbungen in beglaubigter Kopie braucht. Ein teures Unterfangen: Ich habe auf der Stadt München pro Kopie pro Dokument 5€ bezahlt.

Dokumente wie Lebenslauf und Motivationsschreiben wurden weniger oft gefordert als gedacht. Erlangen ist hier aber sehr fordernd.

Bewerbungszeit ist meist 1. Juni bis 15. Juli. Die TU München tanzt hier aus der Reihe, dort ist (soweit ich weiß) schon im Mai Schluss. Rechnet trotzdem damit, dass auch bei frühzeitiger Bewerbung Zu- und Absagen erst im August kommen.

4. Sonstiges

Einige Universitäten (Siegen, Rostock) schlagen bei einer Ablehnung vor, dass man sich vor dem Masterstudium in einen Bachelor-Studiengang einschreibt, um fehlende Vorkenntnisse nachzuholen. Im Falle der Universität Rostock ist dabei der zusätzliche Abschluss B.Sc. wohl nicht mal notwendig, man kann dann nur bei der Bewerbung zum Masterstudium mehr Vorkenntnisse (und Leistungspunkte oder bestandene Prüfungen) vorweisen.

Falls ihr noch Fragen habt, schreibt diese bitte in die Kommentare. Ich antworte so gut ich kann. Außerdem gibt es neben mir noch andere, die nach PI erneut studiert haben. Auch die können vielleicht die eine oder andere Frage beantworten oder allgemein ihren Senf dazu geben.

5. Fazit

Ich finde es erstaunlich, dass die Resonanz so unterschiedlich ausfällt. Ebenfalls erstaunlich finde ich, dass die Thematik “FH-Studium” für die Vorkenntnisse überhaupt keine Rolle gespielt hat. Das hatte ich definitiv anders erwartet. Und vielleicht habe ich das ja sogar dem Bologna-Prozess zu verdanken.

Für mich stellt sich nun die Frage: Braunschweig oder Erlangen?

Upsi

Und so verteilt man mit einem Updatehinweis alle E-Mailadressen von allen DPMADirekt-Nutzern 🙂

Information zum Update auf die DPMAdirekt-Version 2.7a und Betriebsinformation zur Nichtverfügbarkeit von DPMAdirekt 16.-19.08.2013

Nicht nur für das DPMA sollte die wichtige Regeln bcc statt cc gelten. Aber klar, so etwas kann mal passieren. “Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein” sozusagen. Also ich werfe dann mal nicht. Aber richtig peinlich ist das sicher trotzdem. Und einige werden vermutlich recht wütend sein. Hoffentlich versucht jetzt niemand Kapital daraus zu schlagen, immerhin sind da viele Anwälte als Empfänger dabei und das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht hat wegen solchen Fehlern scheinbar schon ein Bußgeld verhängt.

Anderes Thema: Benötigt jemand die E-Mailadressen von relevanten Leuten im Patentbereich? Bei Schriftgröße 9 immerhin fast zwei DIN A4 Seiten. Das who is who der Kanzleien und Betriebe sozusagen. Seriöse Angebote bitte in die Kommentare 😉

Information zum Update auf die DPMAdirekt-Version 2.7a und Betriebsinformation zur Nichtverfügbarkeit von DPMAdirekt Adressen

NSA Patente

US4262992AJeder redet zur Zeit von PRISM, Echelon, TemporaXKeyscore usw. usw. Was man aber vermutlich nicht unbedingt erwarten würde, die dabei eingesetzten Technologien sind sogar patentiert oder zumindest angemeldet. Sucht* man nur mal nach dem Anmelder National Security Agency (NSA) findet man in PatBase** gleich 317 Schutzrechtsfamilien. Ziemlich abgefahren. Sollte man sich mal mehr Zeit dafür nehmen 🙂

Falls jemand Zeit und Lust hat, hier sind die Treffer als PDF (11MB) in meiner Dropbox. Im PDF sind nur Auszüge, die Volldokumente sind aber ebenfalls darin verlinkt. Andere Anmelder, die man mal suchen und zusammenstellen sollte, gerne als Kommentar hinterlassen 🙂

(* Beispielsweise bei DEPATISnet vom DPMA mit der Einsteigersuche.)
(** Super Tool, kann gerne Kontakt zu denen herstellen, falls sich jemand das mal zum Test anschauen möchte.)